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Manchmal muss es statt Fahrrad/Mofa-Reparatur oder Malen auch mal ein Holzprojekt sein...

So hatte ich das Buchenholz zweier Lattenroste zur Verfügung,also einen wilden Haufen von
Leisten verschiedener Maserungen und Längen,aber halt nur Leisten.
Was machst Du damit ? Für Nachbars Ofen viel zu schade,Interesse bestand bei ihm...
Neee,da mache ich was draus...Ein Beistelltisch für den Balkon ? 
Geht auch nicht,Buche ist nichts für draußen...und einen kleinen Balkontisch habe ich schon.
So erwuchs die Idee einen kleinen Beistell-Schrank daraus zu basteln.
Möglichst ohne sichtbare Schrauben.

So habe ich dann die einzelnen Leisten gekürzt und die Seitenwände des Schränkchens zusammengeleimt unter Spannung.
Zwischen die Leisten und Spalte wurde Holzkitt Buche gebracht,mehrmals weil sich Trocknungsrisse bildeten.
Anschliessend entstand so langsam eine dreidimensionale Form aus den eher zweidimensionalen Leisten....


Und weil ein Schrank auch auf festen Füssen stehen muss bekam er diese ...
Gekauft habe ich dann doch das Holz für die Einlegeböden und einige Profilhölzer.
Die Oberplatte besteht natürlich auch wieder aus "Lattenrost" .
Wie hier zu sehen... ,auch hier zu sehen : 2 Lattenroste = 2 Schränkchen !

 ... und die Verpackung meiner Billig-Tischkreissäge,deren Anschlag ein Anschlag auf mich war.
Die Fixierung aus Billigblech löste sich immer wieder .Ein kleines Stück Holz wurde eingeklemmt von der verrutschten Schiene und dem Kreissägeblatt ,und mir mit gefühlten 1200 km/h an die Stirn geschossen....Ich habe nur knapp überlebt ....und 8,9,10 ,ja,alle Finger sind auch noch dran.

Hier sind noch einige Fotos dieser beiden Schränke,die noch mit vielen Leisten und Laubsägearbeiten verziert wurden.
Der Glaser hat mir zwei Scheiben zurechtgeschnitten und ich mir fast in die Finger .Beide Gläser fügten sich jedoch gut in die Türrahmungen.



 Hier sind Bilder von einem fertigen Schrank zu sehen :


  


Meine Eltern lieferte ich einen der Schränke ab Werk.Also noch schnell eine Werksurkunde auf echte Handarbeit und limitierte Ausgabe ,in Form einer Laubsäge und Brennmalerei gezaubert :
 ... und weil das ganze 350 km durch Deutschland transportiert werden,und mangels Auto die Bahn dafür genutzt werden muss,noch eine Einweg-Sackkarre aus Sperrmüllresten gebaut und alles gut verpackt :
Es hat Spass gemacht !Und der Schrank ist im wahrsten Sinne des Wortes gut angekommen.
Wer noch Holzreste hat ,der kann mich gerne damit beglücken!
Mit meinen Resten dieses Projektes konnte ich meines Nachabars Ofen jedenfalls damit nicht beglücken ....
Bis bald, Tom

Balkonkästen für den kleinen Zen-Garten -Teil 1 -

1.Teil - Bau der Kästen
(Mitten im Winter)
Beim Einwintern meiner Balkonbepflanzung fiel mir auf,daß ein Teil der großen Holzkästen verwittert ist.Wasser ist ins Innere des Holzes eingedrungen,es faulte,zunächst kaum sichtbar nach Aussen.
Die Kästen habe ich vor fünf Jahren an einem Vormittag zusammengebaut,als Kontrast zum wochenlangen Tapezieren und Streichen meiner Wohnung.
Die teakfarbenen Kästen mit dem bunten Kies erinnern an einen Zen-Garten,vielmehr einen "Zen-Balkon".
Mit Akkuschrauber und Stichsäge fügte ich Leiste an Leiste des Kastens zusammen.
Die Kästen wurden zwar etwas windschief,aber das hat mich zu diesem Zeitpunkt wohl nicht gestört.
Die Schnittkanten der Profilbretter habe ich nicht behandelt und die Dickschichtlasur hat nur die sichtbaren,mit dem Pinsel erreichbaren,Oberflächen geschützt.
Nun sollen auch keine Schrauben mehr sichtbar sein und das Regenwasser soll sich nicht auf Kanten stauen,sondern abfliessen.
Dies gilt es beim Bau der neuen Kästen zu beachten.
(Die Fotos können durch Anklicken vergrössert werden!)


Der alte,angefaulte Kasten
 Anstatt eines zusammenhängenden grossen Kastens,möchte ich mit drei verschiedenen Kästen den langweiligen Balkon eines Neubaus zum Mini-Zen-Garten umfunktionieren.
Hier eine kurze Skizze dazu :


(Das Projekt dient gerne als Vorlage für den Nachbau !)


Der rechte Kasten dieses Ensembles soll im Winter weiter unter das Vordach des Balkons gestellt werden können,da er relativ ungeschützt steht.
Wie später zu sehen ist,habe ich alle Kästen in ähnlicher Form gebaut,der Kasten auf der rechten Seite hat keine schrägen Deckleisten mehr,ich habe die Form vereinfacht.Dieser Kasten ist der Witterung am stärksten ausgesetzt.
Zum Material:
Fichtenholz ist relativ preiswert und in jedem Baumarkt erhältlich.
Natürlich wären kompaktere Hölzer besser,(Teak,Bongossi,Akazie,Eiche,etc.)
aber der Preis spielt (bei mir)letztendlich auch eine Rolle.
Das benötigte Werkzeug dürfte in jeder Hobbywerkstatt zu finden sein.
Es besteht aus Bohrmaschine,Stichsäge,Gehrungssäge,Akkuschrauber,dem 90 Grad-Winkel,Holzbohrern,Hammer,Schleifpapier,Schleifklotz,Holzleim(wasserfest),Holzdübeln,Schraubzwingen etc.


Zugeschnitten habe ich das Holz mit Stichsäge und Gehrungssäge (s.Foto).
Noch präziser und einfacher geht es mithilfe der Tischkreissäge.
Die Kästen bestehen ausschließlich aus 45 ,bzw. 90-Grad-Winkeln.
Praktisch zum Sägen,der kleine Werktisch.


Das Holz habe ich im Baumarkt,von einem netten Mitarbeiter grob zurechtsägen lassen.
Es passt in jeden Kofferraum(wie auch in meinen Fahrradanhänger).
Beim Kauf sollten keinen schräg verzogenen Leisten oder Hölzer mit vielen Astlöchern gekauft werden.Ich habe sägeraue,bzw.einseitig gehobelte Leisten für die Umschalung und gehobelte Bretter für den oberen Rand gewählt.
Der Preis des Holzes liegt bei 50 bis 65 Euro,für alle drei Kästen.
Auch vergünstigte Resthölzer können verwendet werden,im Boden der Kästen z.B.
Zu beachten ist,daß die Hölzer mit Lasur vor dem Verwittern geschützt werden müssen.
Spanplatten oder Sperrholzplatten sind hier nicht geeignet.
Später werden die Kästen Innen mit Bauplane ausgekleidet.


Die Leisten wurden im Baumarkt auf genaue,bzw.annähernde Maße gekürzt.
Den großen Kasten nahm ich mir zum Einstieg vor,er bestimmt die Grösse und das Aussehen der anderen Kästen.
Der kleine Mini-Kasten konnte aus dem Restholz der grösseren Beiden gefertigt werden.


Es regiert zur Zeit Winter,mit all seinen Facetten,vor der Haustür,deshalb habe ich mich in den Keller zurückgezogen.Meine kleine Garagen-Werkstatt ist definitv zu kalt.Die Fotos wirken deshalb so"kühl"und es ist kaum Tageslicht zu sehen,weil ich "untertage"gebastelt habe.Mein Blitzlicht bringt nicht gerade die optimale Ausleuchtung.
Später,auf dem Balkon,werde ich alles wieder ins rechte Licht rücken...wenn dann noch die Sonne (endlich wieder)scheint,soll es gelingen.
(siehe- Teil 2 -Die Bepflanzung)
In meiner Garage herrschen Minustemperaturen und der Holzleim zum Beispiel würde gar nicht trocknen,die Lasur bliebe feucht und meine Finger eingefroren.

Das Grundgerüst jedes Kastens besteht aus vier Eckhölzern,(Kanthölzer) an denen die Seitenwände von Innen geschraubt werden.
Die Bohrlöcher habe ich versenkt und später zugespachtelt.
Ein Teil der Schrauben habe ich in Edelstahlausführung gewählt,um ein Verrosten zu verhindern.Nicht alle Schrauben,denn auch hier spielt der Preis wieder eine Rolle. 
Zumindest die Schrauben der Kästen,die permanent der Witterung ausgesetzt sind,konnte ich in V2A verbauen.


Hier sieht man eine Innenseite des späteren Kastens.Die groben,sägerauhen Seiten habe ich zur Innenseite montiert,die etwas glatteren Seiten zeigen nach Aussen.Jeweils drei Leisten bilden eine Seite.Höhe des Kastens (mit Kantholz und oberer Abdeckung) liegt bei 45 cm.
Hier ist das Prinzip anhand des kleinen Kastens zu sehen.
Drei Leisten auf jeder Seite.Kanthölzer als Verbindung. 
Vor dem Zusammenbau wird jede Leiste von allen Seiten mit Lasur geschützt.



Zeit für eine kurze Pause ,es geht gleich weiter !


N

 
 
... Fortsetzung ...






Wir sind ein wenig in der Zeit verreist,ein Sprung in die Zukunft,und das Grundgerüst des grossen Kastens ist schon fertig.
Der Boden ist nach unten hin durchlässig,damit später keine Staunässe im Kasten entsteht.
Jetzt folgen die Eckleisten,die die Schnittkanten verblenden.
Sie bestehen aus zwei schmaleren Leisten,die im rechten Winkel aufeinandergesetzt wurden.Dazu habe ich 6mm Holzdübel und Ponal-wasserfest- verwendet.
Auch hier wieder wichtig,Lasieren vor dem Zusammenbau.




Was nun noch fehlt,ist die obere Umrandung,die die Kanthölzer verdeckt.
Dazu habe ich 8 cm breite Leisten verwendet.
Der Kasten bekommt dadurch einen breiten,flachen Rand,der bei der späteren Komposition mit buntem Kies für den Charakter eines Zen-Gartens sorgt.
Noch haben wir Winter und es ist noch weit bis zur Bepflanzung.
Ich übe mich derweil in Geduld bis zum nächsten Frühjahr. -Ooooooom -



Hier sieht man die auf Gehrung gesägten,lasierten Rahmenelemente.
Ich habe sie mit Schraubzwingen fixiert,verleimt und zusätzlich mit kleinen Winkeln von unten verschraubt.
Der fertige Rahmen braucht nur noch auf den Kasten gesetzt werden.
Einfach geht dies mit Holzdübeln und kleinen Winkeln.
Alle Lücken und Spalten habe ich mit braunem Abschluss-Acryl verspachtelt,damit hier später keine Standnässe eindringt.



Taaraa,so sieht der fertige,große Kasten aus !
Nein,nicht ganz,er muß nochmals lasiert(Universal-Lasur,wasserbasiert) und mit Bauplane ausgekleidet werden.
Die letzte Lasur(Alkydharz-Lasur)enthält Lösungsmittel und wird draussen,bei frostfreiem Wetter aufgetragen.
Farbton Teak.
Mein Abdeckung am Balkongeländer habe ich schon teakfarben lasiert.
Palisanderfarbene Lasur sieht als Kontrast zum hellen Kies auch gut aus,halt sehr dunkel.




Hier ist der Kasten nochmal im Hochformat zu sehen.(und im Hintergrund der immer im Weg stehende Wäscheständer meiner Nachbarin)
Mein Nachbar(Der Ehemann) kam gerade vorbei und wir haben uns festgequatscht,das kann passieren,er bastelt auch gerne.Im Moment müssen wir beide auf den Keller ausweichen,denn draussen frieren uns die Sinne fürs Werken und Fachsimpeln ein.

Nach dem gleichen Prinzip wird der kleine Kasten zusammengesetzt.
Seitenelemente mit Kanthölzern,später Eckelemente und oben ein Rahmen.

Und wieder gelingt uns ein Zeitsprung nach vorne,es ist immer noch Winter,aber der kleine Kasten hat schon einen dreidimensionalen Korpus :


..und Leisten am Boden ...


Dieser Kasten wird öfter im Regen stehen,deshalb ist jede Schnittkante gut lasiert und die Edelstahlschrauben kamen zum Einsatz.
Ich habe in meinem Keller noch ein geschnitztes Ornament gefunden,für das ich bisher keine Verwendung hatte.Lasiert und am Kasten angebracht sieht es ganz gut aus.
So hat wohl alles seinen Platz in diesem Universum...


... ein paar Tage später...


So sieht es zusammengbaut aus.Der Kasten wird hinterher direkt an den grossen Kasten gerückt und hat einen etwas schmaleren Rahmen.
Hier fehlt noch eine letzte Lasur,das Drahtgitter auf dem Boden,und die Bauplane zum Auskleiden.
Die Folie in meinen alten Kästen hat erstaunlich gut überlebt,ich werde ähnliche für die neuen Kästen wählen.
Es fehlt noch ein kleiner Kasten,zum Arrangieren an der Seite oder vor den beiden Kästen.Restholz und Lasur sind ausreichend vorhanden.

Und nun nochmal eine Zeitreise - die Temperaturen lassen mich jetzt wieder an die Oberfläche,ans Tageslicht kommen.Raus aus dem Keller :
Wir sehen hier den fertigen kleineren Kasten,der später rechts neben dem Grossen steht.
Drahtgitter und Folie sind eingetackert.
(Im Hintergrung,unser vergammelnder Gartenzaun.Danke-liebe Hausverwaltung...)

...und von oben...

Zuletzt der Mini-Kasten,er steht später zwischen den Kästen.

Hier endet der erste Teil meines Holzprojektes.
Wir haben mittlerweile Frühjahr und meine Nachbarn wühlen schon alle in ihren Gärten.
Die Kästen stehen in der Garage und warten auf ihren Einsatz.
Es könnte noch Nachtfröste geben,in dieser Zeit besorge ich Blumenerde und Kies in verschiedenen Farbtönen.
Ich streiche die Balkongitterverkleidung,an einem wärmeren Tag,nochmal mit der gleichen Holzlasur (Teak).
Die alten Holzkästen baue ich ab und gebe sie später zum Sperrmüll.

-Viel Spaß mit dem zweiten Teil,in dem die Bepflanzung zu sehen sein wird ! -

Folgt in Kürze !









Projekt Zen-Garten - Teil 2 -

Teil 2 -Die Bepflanzung
Mitten im April

Einen Tag nachdem ich den Balkon hübsch zurechtgemacht habe,habe ich diese Fotos geschossen.
Das Wetter war (wie auch Gestern) wunderschön,die Sonne stand über unserem Haus.
Doch das Lustige passierte gleich zu Beginn der Foto-Session,die Müllabfuhr
sammelte unseren Sperrmüll ein,unter dem auch die alten Balkonkästen von mir waren.
Ich höre es noch Knirschen,wie sie eingestampft wurden.

Nachdem das Müllauto mit meinen Kästen im Bauch weggefahren ist,konnte ich unbeschwert die neuen Kästen fotografieren.
Die Fotos können vergrössert angezeigt werden (Klick links)
Hier sind nun:
( Balkon -linke Seite )


( Balkon - rechte Seite )


Der kleine Kasten


Der große Kasten

Mit Carrara-Kies (weiße Steine) und feinem Basalt habe ich die Erdoberfläche abgedeckt.
In der Mitte des Kastens liegt der Kies noch leicht erhöht,er wird später weiter einsinken.
Zur Sicherheit habe ich noch Kies zum Auffüllen aufbewahrt.
Wichtig ist,daß der weiße Carrarakies vorher mindestens zweimal ausgewaschen wird.
Er enthält sehr viel Kalk,Kreidestaub.
Bepflanzt habe ich die Kübel mit einfachen,robusten Gewächsen.
Im großen Kasten sind zwei Buchsbäume und eine Zwergkiefer,im kleineren Kasten habe ich eine Rose (vor dem Stab) und einen kleinen Buchsbaum,sowie Fingerkraut (Potentilla)gepflanzt.



Über dem großen Kasten thront ein Buddha
(habe ich 2006 mal geschnitzt)

Zwergkiefer ,im Bonsaiformat.(Durch Rückschnitt der neuen Triebe und Nadeln)

Einfache Oberflächen,übersichtliche Bepflanzung
Ein kleines Wäldchen.


Im kleinen Kasten soll eine rote Rose für einen Farbakzent sorgen.



Fingerkraut,im Mini-Kasten
Ganz rechts,in der Ecke,steht der kleine Mini-Teich,
ein Baukübel mit Holzumrandung.
Er ist vier Jahre alt.
Er wird im Mai mit Wasserpflanzen
bestückt,meistens Kalmus und Entengrütze.
Links daneben zeigt ein Schlitzahorn seinen ersten,
feuerroten Triebe.
Er hat den Winter gut überstanden.

....Buddha erlebt seine Erleuchtung,in der Mittagssonne
und auf meinem Balkon....

Die Flagge Tibets weht über unserem Garten.
Der Mast besteht aus einer Gardinenstange mit Randornament.
Den Rasen hat gestern mein lieber Nachbar gemäht.


Meine Erleuchtung habe ich zwar nicht erlangt,aber ich bin sehr zufrieden mit dem Projekt...(Auch zu Sehen,der Sonnenbrand von Gestern)

Ich würde mich sehr über Kommentare,Kritik und Ideen zu diesem Projekt freuen!
Wer Lust hat,der schreibt mir eine email:
Emailkontakt

Bis zum nächsten Projekt also !
Jippie-jaja-jippie-jippie,jey.....