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Winter und die Nacht da draussen



Weisses Tuch auf Deiner dünnen Haut ,niemand der sich jetzt noch vor die Türe traut

Warmer Atem,der zu Eis gefriert,meine Spur,die sich im Weiss verliert

Des Tages Licht ist nur von kurzer Dauer,beissender Frost liegt bereits auf der Lauer

Rote Hände,die im Winde schmerzen,Gedanken frieren sogar ein,
so weit hier draussen,bin ich ganz allein

Du lässt mich klein und hilflos fühlen,inmitten Deiner kalten Hände,
auch meine Spur verweht hier ganz am Ende

Ich höre Rufe ,die im Winde liegen,schaue hinauf,
sehe Vögel, die zum Horizonte fliegen

Die Luft ist kalt und klar,ich geh dem Abendrot entgegen,
so müde,werde mich bald schlafen legen

Die Tiere halten lange Ruhepause in diesen Tagen,
und sich nur kurz aus ihrem Schutze wagen

Wo der Mond die Eiskristalle leuchten läßt,wie Sterne,
fliegen Engel in der Ferne

Ich schau durchs Fenster in die kalte Nacht,
von treuen Engeln stets bewacht

Vor Mitternacht schlafe ich sanft ein,
und weiß, ein Winter wird gewiß der Letzte sein  



Herbst - Du fehlst mir


Ich habe den Bogen überspannt, der letzte Tropfen fiel,
der Tag ,seitdem Du fort bist, er war nie mein Ziel

Es fällt das Laub ,am Baum, dort wo wir immer saßen,
das ganze Chaos rings um uns herum vergaßen

Der Wind wird kälter, mir wird jetzt erst klar,
daß ich für Dich nie der Fels, sondern die Brandung war

Nimm mich mit in Deine Welt ,ich komme nie wieder bei mir an,
nimm mich mit, ich halt die Zeit noch einmal an

Doch, zu spät, ich habe Dein Herz im Herbst gebrochen,
wir haben viel geredet, doch nie über diesen Weg gesprochen

Bei der letzten Kreuzung, dort bog ich falsch ab,
stürzte ,fiel ,zu tief ,hinab

Du gehst weiter ,es ist nicht viel, was uns noch blieb,
die letzte Seite,sie ist leer,
zwei Menschen haben keine Hoffnung mehr

Der Tag, an dem die Liebe ,starb auch ein Teil von mir,
komm zurück, weil ich hier erfrier



Ich vermisse Dich

Dein Weg


Lange bevor Du kamst stand es schon geschrieben,
von Schmerzen die Dich in die Hölle trieben

Nichts von alledem bemerkt,am Anfang Deiner Reise,
lachtest,doch Deine Worte viel zu leise

Wolltest wie die anderen sein,nahezu perfekt,
lag der Schmerz noch tief in Dir versteckt

Dann kam die Zeit,Du hattest alle Unschuld längst verloren,
drangen laute Schreie in Deine kleinen Ohren

Du sahst ins weisse Licht,von da an war´s geschehen,
würdest wohl niemals mehr soviel Hoffnung sehen

Es war nur ein kurzer Schritt,die Antwort auf all die Fragen,
als sie Deine leere Hülle durch den Eingang tragen

Um Dich herum Viele,die nur Dein Lachen haben gesehen,
doch niemals Dich am schwarzen Abgrund stehen

 War das wirklich alles ? war das jemals Deine Schuld ?
warum brauchst Du festen Willen und Geduld ?

Du kamst von Deiner weiten Reise bis zu diesem fernen Ort,
die Wahrheit kam ans Licht und trug Dich fort

Von da an würdest Du durch Dornen gehen,die Hoffnung vergeblich suchen,
fremde Stimmen,die Dich Tag und Nacht verfluchen

Es ist Dein Weg,Du bist ihn Tag für Tag gegangen,
warst damals schon in Dir selbst gefangen

Doch sieh,Du leuchtest durch die Nacht,lachst,
tief im Chaos einer dunklen Welt,
in der das Licht auf Deine Schatten fällt

Du machst Mut,zeigst hier und da Dein wahres Ich,
es ist noch schwer und schmerzt ganz fürchterlich

Laß uns jetzt und hier niemals mehr die Worte glauben,
die uns die Kraft und letzte Hoffnung rauben

Dein Weg ist lang,nicht endlos und eines sollst Du wissen,
es kommt die Zeit in der die Engel Dich vermissen

Du findest nachhause,weit hinter jenes weisse Licht zurück,
an diesem Tag,an diesem Ort liegt Dein lang erhofftes Glück




für uns,liebe Hannelore
März 2010




Fieber

Fieber


Ein Bein steht auf dem kalten Laminat,das zweite kommt nicht hinterher,
Perlen aus Schweiss auf der Stirn,der Kopf so schwer

Ich muss,ich will,nein,ich kann heut nicht und bleibe liegen,
Fieber scheint den Zensor zu besiegen

Da ist ein Körper,ich kann ihn plötzlich spüren,
Gedanken kann ich ganz zu Ende führen

Es ist zu heiss um wahr zu sein,
Dein Lachen fällt mir wieder ein

Nimm mich mit,auch wenn ich hier liegen bleibe,
durch alle Poren meine Angst vertreibe

Das Bett klitschnass und die Angst in ihm gebunden,
hätt mich sonst heut gequält,getrieben und geschunden

Geh´nicht fort,ich kann Dich klar und deutlich sehen,egal wenn sie mich morgen noch nicht wiedersehen

Fliege mit mir zusammen ,zu jenem Ort zurück,
in meinem Leben spür ich niemals soviel Glück

Ich schlafe ein und träume endlich wieder von Dir,
Fieber,doch Du bliebst nur zwei Tage hier

Mein Körper holt sich seine Geschichte und seinen Schmerz zurück,
Fieber, kam und ging und ich verlor mein Glück

Vielleicht kommst Du eines Tages,vielleicht auch nachts zu mir,
dann fliegen wir wieder zusammen fort und lassen all die Schmerzen hier.


 " Fever " von Azure Ray 


Roter Faden





An diesem Morgen ist alles anders als zuvor,
ein rotes Etwas liegt vor meinen Bett,
es ist der Faden, den ich einst verlor.

Er führt mich, noch müde von der längsten Nacht,
zum Badezimmer,
in dem ein Mensch heut wieder lacht.

Er führt die Treppe runter, über´n Hof, zum Garagentor,
dahinter die kleine Werkstatt, all die Schrauben,
kommen mir wie damals vor.

Es geht weiter, zu den Nachbarn und Freunden nebenan,
drei Jahre war ich fort,
sie sehen es mir noch an.

Roter Faden , ich habe jeden Tag nach Dir gesucht,
Du warst über Nacht verschwunden,
ich war verflucht.

Du bist die rote Linie ,die mein Leben in die Mitte führt,
in dieser schweren Zeit,
habe ich keine Hoffnung mehr gespürt.

Nimm mich mit, auf diesem Weg, dort bin ich zuhaus,
führst durch jeden Tag ,
aus all der Trauer raus

Ich werde Dich hüten, will Dich weiter bei mir haben,
nach drei Jahren,
die keinen Sinn ergaben

Er ist noch klein ,ich muss ihn pflegen,
werd ihn deshalb
neben mir, aufs Kissen legen






Oktober 2010

Mr.Zwang ,Teil 2



Du siehst mich an,mit Deinem kalten Blick so endlos leer,
stehst mitten in meinem Leben,
als ob es Dein eigenes wär

Nein zu sagen,zu Deinem Plan von meinem Leben,
hast Du mir wohl niemals zugetraut,
müder Körper,Druck im Kopf und wunde Haut

Es ist längst vorbei,ich spür etwas,genau wo Du sonst bist,
vier Jahre eingesperrt,habe ich es sehnsuchtsvoll vermisst

Am Ende meiner Seele,öffnet sich die schwere Tür
und Du mußt gehn´,schau nicht mehr zurück,
ich will Dich niemals wiedersehen

Du hast es nicht gemerkt,dachtest wohl,Du könntest
in Ewigkeit bestehn´,mich kraftlos,stets im
Teufelskreis zu Drehen

Es ist auch sauber,ohne Dich,ganz rein,
es riecht nicht mehr nach Dir,bei mir zuhaus,
nimm die Leere mit,ich schmeiße Dich nun raus

Fast hättest Du das Drehbuch auf den Kopf gestellt,
Hauptrolle war der Staub darin,
ihn immer wieder einzusammeln,war mein Lebenssinn

Für mich blieb nur die Nebenrolle,in diesem bösen Spiel,
ohne Worte,hoffnungslos erreichte nie mein Ziel

Wir haben uns längst nichts mehr zu sagen,
nichts was uns im Hier und Jetzt verbindet,
schau ihm nicht mehr hinterher,wie er aufgibt
und verschwindet



Dezember 2010